Bis in die 1950er Jahre hinein galt Frankfurt-Westend noch als reines Wohngebiet

Frankfurt-Westend – Arbeiten und Leben in einem besonderen Stadtviertel

Frankfurt-Westend und seine geschichtlichen Hintergründe

Frankfurt-Westend teilt sich im wesentlichen in zwei Stadteile Frankfurt am Main auf, nämlich die nach ihrer geographischen Lage als Westend-Nord und Westend-Süd bezeichneten Stadtteile. Gemeinsam mit dem Nordend und dem Ostend sowie dem Bahnhofsviertel gehört dieser Stadtteil Frankfurt zu dem bereits seit Gründerzeit in diesem Stil bis hin zum neuzeitlich im Wolkenkratzerstil bebauten Stadtviertel. Auch das Westend befand sich, wie andere Gründerzeitviertel, in einer schützenden Befestigung als Teil der sogenannten Frankfurter Gemarkung. Zu Zeiten der Frankfurter Gemarkung bestand das Westend – was man heute nicht mehr glauben mag – überwiegend aus Acker- und Heideland und war nur mit vereinzelten Gutshöfen bebaut. Bis in die 1950er Jahre hinein galt Frankfurt-Westend noch als reines Wohngebiet und bot rund 40.000 Menschen eine Heimat. Die Bauweise war zu dieser Zeit noch maximal viergeschossig.

Der Beginn der Hochhausära

Anfang des 20. Jh. war ein 5,8 ha großes Gebiet der Stadt Frankfurt, das zuvor im Besitz einer jüdischen Familie namens Rothschild war, zu einem sehr günstigen Preis in die Hände der Stadt Frankfurt gelangt. Auf dieses Gelände wurde die erste Genehmigung zur Hochhausbebauung gegeben und so waren die Schweizer Zürich-Versicherung und die Berliner Handelsgesellschaft die ersten Unternehmen, die in Frankfurt-Westend Hochhäuser direkt gegenüber der alten Oper errichten ließen. Das Zürich-Hochaus, das bereits im Jahr 1960 erbaut wurde, ist allerdings inzwischen wieder abgerissen worden.

Das Stadtbild von Frankfurt-Westend

Stadtbildprägend für diesen Teil Frankfurts ist auch heute noch die Gründerzeitarchitektur, womit dieses Viertel zu einem der teuersten und exklusivsten Wohnanlagen Frankfurts wird. In einigen Straßenzügen reiht sich eine Villa an die nächste. Aber auch ein Stadthaus aus den 50er Jahren sowie ein Bürogebäude aus den 70er Jahren gehören ebenso zum Gesamtbild Frankfurt-Westends und fügen sich auflockernd ein. Überwiegend als Wohngebiet genutzt, führen schmale und oftmals verkehrsberuhigte Straßen sowie Einbahnstraßen durch dieses Viertel. Lediglich die stadtübergreifenden Straßen sind groß und stark befahren.