Das Einfamilienhaus mit geringen Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser gewinnt an Bedeutung

Wissenswertes übers Einfamilienhaus

Die Blütezeit des Einfamilienhauses begann in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Während es bis dahin meist das Vorrecht des Bürgertums war, Villen für die Familie zu errichten, wurden nun Arbeiter und Angestellte zunehmend in die Lage versetzt, ein Einfamilienhaus zu bauen oder zu erwerben.

Typen und Architektur der Einfamilienhäuser

Am häufigsten werden freistehende Einfamilienhäuser - ein- oder mehrgeschossig - als Massiv- oder Fertighäuser errichtet. Dabei bieten die Massivhäuser den Vorteil, durch Aufstockung oder Anbau zu einem späteren Zeitpunkt, erweiterbar zu sein. Der eingeschossige Bungalow-Typ beansprucht eine größere Grundfläche, ermöglicht jedoch ein relativ barrierefreies wohnen. Vervollständigt werden diese gängigsten Typen durch freistehende Häuser in vielgeschossiger Bauweise, durch Doppelhaushälften und Reihenhäuser.
Die Bandbreite der architektonischen Gestaltung reicht vom völlig individuell geplanten Architektenhaus bis zum Fertighaus der einzelnen Anbieter. Vorgegeben ist in der Regel lediglich ein örtlicher Bebauungsplan, in dessen Gestaltungsrahmen sich der Bauherr frei bewegen kann.

Vor- und Nachteile des Einfamilienhauses

Ein eigengenutztes Einfamilienhaus bieten den großen Vorteil einer freien Gestaltung des Lebensraumes und der Lebensführung. Ein zugehöriger Garten unterschiedlicher Größe bietet Raum für Erholung und kleingärtnerische Betätigung. Nicht zu unterschätzen ist weiterhin, dass die Immobilie einen bleibenden Wert verkörpert, der zu einem gesicherten Lebensabend beitragen kann. Als Nachteil gilt der hohe Flächenbedarf pro Bewohner und letztlich das relativ hohe finanzielle Risiko im Zeitraum der Finanzierung durch das Eintreten unvorhergesehener Ereignisse.

Das Einfamilienhaus als Niedrigenergiehaus

Im Zeitalter zunehmender Energieverknappung und des Klimawandels erhält das Einfamilienhaus mit einem geringen Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser zunehmende Bedeutung. Das Niedrigenergiehaus - oder das daraus weiterentwickelten Passivhaus - verfügt über eine wärmeisolierte Gebäudehülle, normgerechte Luftdichtheit, nutzt zusätzliche Wärmegewinnung und verfügt über eine effiziente Heizungs- und Haustechnik. Mit einem vertretbaren Mehraufwand wird ein hoher Wohnkomfort geschaffen, bei dem gleichzeitig zwischen 30% und 80% der Heizenergie eingespart wird. Den Mehraufwand kann man sich oft über eine günstige Baufinanzierung leisten und so auf die Dauer viel Geld sparen.